Am Frühstückstisch mit der ISO 19011:2018

Am 17.01.2019 war es wieder an der Zeit, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Während lecker angerichtete Snacks darauf warteten ihren neuen Besitzer zu finden, lauschten die Gäste des 13. IMS Frühstück der Hochschule Zittau/Görlitz den Dozenten/innen und den Experten zu dem Thema „ISO 19011:2018 – überarbeitete Leitlinie für die Auditierung von Managementsystemen“.
X.CERT durfte sich wieder über eine Einladung dazu freuen und brachte diesmal Unterstützung in Form unseres neuen, angehenden Auditors mit. Perfekt für den Fokus der Vorlesungsreihe, der auf den Hinweisen für die Planung, Durchführung und Dokumentation interner und externer Managementsystems- Audits lag. Vorgestellt wurden die neuen Anforderungen des risikobasierten Ansatzes mit der daraus resultierenden Betrachtung der Risiken und Chancen. Dabei wurden die Risikofelder, wie beispielsweise die Auswahl des Auditteams, Informationssicherheit, Lenkung der Dokumente, Planung von Audits und der Überwachung der Ergebnisse angesprochen. Chancen hingegen ergeben sich durch kombinierte Audits, der Kompetenzentwicklung der Auditoren, bei Zeiteinsparungen und Terminabstimmungen. Desweiteren stellte Silke Schäfer, vom TÜV Rheinland, in ihrem interessanten Vortrag, die Umsetzung der Anforderung an die Auditierung in den Bereichen von Compliance, Führung, Risiken und Chancen, sowie bei dem Lebenszyklus und der Begehung des Standortes, aus der Sicht einer externen Auditorin dar. Diese neuen Aspekte, sind nun in dem aktualisierten Anhang A der ISO 19011:2018 zu finden. Das zahlreiche Erscheinen regionaler und überregionaler Unternehmen sorgten dann in den Pausen, sowie am Ende der Veranstaltung unter den Teilnehmern für angeregten Diskussionen und damit die Möglichkeit neue Kontakt zu knüpfen.

Empfehlungen der IAF zum Ende der Übergangsphase der ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004 – DAkkS nimmt Stellung

Mit Stichtag zum 15. September 2018 werden die Standards ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004 ihre Gültigkeit verlieren. Dies bekräftigte die Working Group Management System (WG MS) des International Accreditation Forums Technical Committees (IAF TC) im Rahmen der IAF Mid-Term Sitzung im April 2018 in Frankfurt. Die DAkkS greift die Entscheidung sowie die Empfehlungen der MS WG des IAF TC zur Wiederherstellung einer Zertifizierung nach dem Ende der Übergangsfrist auf und setzt diese wie folgt um.

Nach dem 15. September 2018 kann eine Zertifizierungsstelle eine abgelaufene Zertifizierung innerhalb von 6 Monaten (bis spätestens 15.03.2019) mit einem Re-Zertifizierungsaudit wiederherstellen, wenn der Audit Prozess bereits vor dem 15. September 2018 angefangen wurde. Dabei ist zu beachten, dass der tatsächliche Audit Prozess, der von der Zertifizierungsstelle auch sonst im Regelfall durchgeführt wird, begonnen sein muss. Dies steht im Gegensatz zu den Normenkapiteln DIN EN ISO/IEC 17021-1:2015, Abschnitt 9.6.3.2.4 und Abschnitt 9.6.3.2.5, in denen gefordert wird, dass das Re-Zertifizierungsaudit abgeschlossen sein muss, bzw. die ausstehenden Re-Zertifizierungstätigkeiten abgeschlossen sein müssen, um eine Wiederherstellung der Zertifizierung zu ermöglichen.

Das Gültigkeitsdatum des Zertifikats muss dem Tag der Zertifizierungsentscheidung oder einem späteren entsprechen und das Ablaufdatum muss auf dem laufenden bzw. vorherigen Zertifizierungszyklus basieren, sofern das ursprüngliche Ablaufdatum des Zertifikats vor dem 15.09.2018 lag. Für den Fall, dass der Audit Prozess vor Ablauf der Umstellungsphase noch nicht begonnen worden ist, kann eine Wiederherstellung nicht mehr durchgeführt werden.

Alle sonstigen, zutreffenden Normenforderungen und Regelungen bezüglich einzuhaltender Zeiten und Fristen bleiben von dieser Umsetzung unberührt.