Arbeitsschutz/-sicherheit

Informationen über die Zertifizierung nach ISO 45001

Arbeitssicherheitsmanagement

Zertifizierung von Arbeitssicherheitsmanagementsystemen

Als Arbeitgeber in Deutschland sind Sie dazu verpflichtet, den Arbeitsschutz in Ihrem Unternehmen aktiv zu betreiben. Das Arbeitsschutzgesetz ist dafür eine der wichtigsten Grundlagen, um rechtssichere Rahmenbedingungen für jede Organisation zu schaffen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung veröffentlicht dazu jährlich ihre Statistik zu den meldepflichtigen Arbeitsunfällen. Im Jahr 2018 gab es 877.198 Arbeitsunfälle, 420 tödliche Arbeitsunfälle und 78.384 Fälle von Berufskrankheiten. Diese Arbeitsunfälle verursachen hohe Kosten für das Unternehmen. Folgende beispielhafte Kosten können durch den Ausfall des Personals entstehen:

  • direkten Kosten (Personalkosten während der Arbeitsunfähigkeit),
  • Produktionsverluste, zusätzliche Personalkosten, durch Überstunden oder Ersatzpersonal,
  • Verwaltungskosten (Reorganisation der Arbeit und Personalbeschaffungskosten),
  • Sachschäden,
  • Vertragsstrafen bei Terminverletzung und
  • Beitragszuschlag bei der Berufsgenossenschaft.

Doch nicht alleine Arbeitsunfälle sorgen für den Ausfall von Mitarbeitern, sondern auch Arbeitsunfähigkeit durch die Tätigkeiten bei der Arbeit. Die BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) ermittelt jährlich ein Ranking über auftretende Berufskrankheiten. Am häufigsten treten Krankheiten im Muskel-Skelett-System auf, dicht gefolgt von Atemwegserkrankungen und psychische Belastungen. Von Arbeitsunfähigkeit am meisten gefährdet sind laut der BAuA öffentliche und private Dienstleistungen sowie das produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe.

Ein gut funktionierendes Arbeitsschutzmanagementsystem nach der Norm ISO 45001 ist deshalb nicht nur eine gesetzliche Absicherung, sondern zahlt sich auch für das Unternehmen durch weniger Produktionsausfall aus. Das Ziel ist es, Beschäftigte vor Gefahren und gesundheitlicher Schädigung zu schützen. Das bedeutet gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und Gefährdungen zu analysieren. Hierzu besteht die Verpflichtung des Arbeitgebers, dass eine Gefährdungsbeurteilung der ausführenden Tätigkeiten durchführt. Diese hilft Gefahren an Arbeitsplätzen zu entdecken und ihr Gefährdungspotential zu bewerten. Zusätzlich müssen auch die Gefährdungen für psychische Belastungen ermittelt werden. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können gezielte Maßnahmen ergriffen werden, um eine wirksame Unfallvermeidung zu unterstützen. Die Organisation muss für besonders gefährdete und gefährliche Arbeitssituationen und Plätze Vorkehrungen treffen, um das Risiko eines Arbeitsunfalles zu vermindern oder im besten Fall zu eliminieren. Außerdem hat der Arbeitgeber die Pflicht, jährlich seine Beschäftigten über Sicherheit- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterweisen, damit diese über mögliche Gefährdungen und den richtigen Umgang damit informiert sind. Es ist wichtig, dass den Beschäftigten über eine Schulung vermittelt wird, wo besonders gefährliche Situationen auftreten können und welche Maßnahmen sie ergreifen müssen, um ihre eigene Gesundheit zu schützen wie z.B. durch das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung. Das Arbeitsschutzgesetz hat einige Verordnungen, die dem Arbeitgeber helfen sollen Maßnahmen umzusetzen. Beispiele hierfür sind die Verordnungen in den Bereichen Arbeitsstätten- und Arbeitsplatzgestaltung, Lärmschutz, arbeitsmedizinische Vorsorge, Lastenhandhabung und für den Umgang mit Gefahr- oder Biostoffen sowie im technischen Bereich das Produktsicherheitsgesetz. 2019 wurde das Arbeitsschutzgesetz überarbeitet und beispielsweise durch eine Gefährdungsbeurteilung für werdende Mütter am Arbeitsplatz und neue Arbeitsplatzwerte für Staubpartikel ergänzt. Deshalb ist es wichtig, dass man regelmäßig die Gesetze überprüft und aktualisiert. Ein zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem nach ISO 45001 hilft dabei, die Gesetze im Blick zu behalten und Abläufe zum Umgang im Arbeitsschutz in die Unternehmensstrukturen einzubinden. Durch die „High Level Structure“ lässt sie sich einfach in andere Managementsysteme wie Qualität und Umweltschutz integrieren.

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